Atemberaubende Ausblicke – Reisetagebuch Porto Tag 2

Etwas müde quälte schäle ich mich aus den vier Bettdecken. Und die brauchte ich auch. Irgendwie haben Portugiesen wohl noch nie etwas von Dämmung oder Heizung gehört. Aber so viele Bettdecken sind ja auch was feines.

kleine Kathedrale auf einem kleinen Platz

Mein Plan für heute: Treiben lassen!

Um einen groben ersten Plan zu haben, schlug ich die Richtung zu einen Park ein. Der Weg führte mich durch die Gassen Portos, vorbei an kleinen Kapellen, Einkaufspassagen und einer Schule. Den Park sah man schon von weitem, den er behauste eine große Kuppel. Die Sonne schien und es blühten sogar Blumen, obwohl Januar war. Ich brauchte sogar meine Sonnenbrille und konnte die Jacke offen tragen. Die Kuppel hinter den Blumen und Büschen stellte ein sehr schönes Bild da. So langsam war ich auch neugierig, was in der Kuppel war. Ein Museum? Eine Kunstgalerie? Beim Näherkommen wurde die anfängliche Ruhe in eine stetig steigende Geräuschkulisse umgewandelt. Was mochte nur in dieser Kuppel sein? Ich lief als um die Kuppel herum und versuch

Jardins do Palácio de Cristal

te einen Eingang zu finden. Was ich fand waren große Fenster, was ich sah erstaunte mich: Eine riesen Halle voller Menschen, die Sport machen. Auf einer Anhöhe standen drei Trainer die die Übungen vormachten und bestimmt 300 Leute die ihnen nach machten. Sportlich diese Portugiesen!

 

 

 

Gasse in Porto

Hinter der Halle führte ein Weg zum Wasser, er führte mich durch kleine Gärten und Gassen, weit weg vom Trubel. Irgendwann landete ich auf einem schönen Platz am Ufer mit wunderschönen alten Häusern und tollen Blick ans andere Ufer. Hier verweilte ich etwas.
Als nächstes versuchte ich auf die ‘Ponte Luís’, eine Brücke, zu gelangen. Gar nicht so einfach, aber nach etlichem Verlaufen durch wunderschöne Gassen war ich auf der Brücke angekommen.

Blick vom Ufer auf die Ponte Luís
Ausblick zwischen den Gassen
Ausblick von der Ponte Luís

Der Ausblick ist unglaublich. Man sieht die ganze Stadt, die mich ganz nebenbei an Assassine’s Creed erinnert und mich ins Mittelalter zurück versetzt mit ihren ganzen alten Kirchtürmen und Häusern.

Sogar das Meer konnte man sehen. Zwei dieser schönen Türme pickte ich mir aus und schlug mich zu ihnen durch. Das klappte besser als zur Brücke zu gelangen.

Sé do Porto vom Torre dos Clérigos

Die erste Kirche war die ‘Sé do Porto’. Sie ist die Hauptkirche Portos und UNESCO- Weltkulturerbe. Da sie auf einem Hügel liegt, bot sie einen schönen Ausblick. Auch den schon anvisierten ‘ Torre dos Clérigos’, die Kirche der Geistlichen, konnte man erkennen. Auch den zu finden

gestaltete sich recht einfach. Für etwa 4 Euro konnte man den Turm besteigen und das Museum besichtigen. Oben auf dem Turm bot sich mir wieder ein atemberaubender rund-um-Blick.

Porto gefällt mir richtig gut!

Ausblick vom Sé do Porto

Alles wirkt so als wäre die Zeit stehen geblieben.

Vorbei an der Uni meiner Cousine führte es mich auf einen kleinen Marktplatz auf dem ich für das Abendessen einkaufte. Der Markt befand sich auf einem Kreisel und drumherum waren Autos die nicht vor und nicht zurück kamen. Schon etwas kurios. Ohne das ich es bemerkte war ich auch schon fast wieder Zuhause. Glaube ich meinem Handy, habe ich 10 km zurückgelegt. Am Abend gingen meine Cousine und ich essen, das Kochen würden wir dann verschieben. Beim Betreten der Wohnung stellten wir fest, dass das Licht an war und Koffer offen rum lagen. Kurze Panik befiel uns, aber es war nur die verschollene Mitbewohnerin meiner Cousine. Bis in die späten Abendstunden quatschten wir noch und fielen müde ins Bett.

Ausblick vom Torre dos Clérigos

 

__________________________________________________

Mögt ihr solche ruhigen, altertümlichen Städte oder zieht ihr Städte wie New York und Berlin vor?

8 Gedanken zu „Atemberaubende Ausblicke – Reisetagebuch Porto Tag 2

  1. Ach, ein Traum. Ich mag lieber solche romantischen Städtchen als die riesen Metropolen. Man kann einfach mehr genießen von der Umgebung und einiges entdecken.

    Genieß die Zeit dort. Meist ist sie ja viel zu schnell vorbei.

  2. Ich bin zwar mehr so der Großstadt-Mensch, aber die vielen tollen Bilder geben den Charme kleiner Städtchen wundervoll wieder! Allein der blaue Himmel löst bei mir promt Fernweh aus 😀

  3. Oh wie schön! Die Fotos schreien schon nach Sommer, trotzdem dass erst Januar ist. Und deine Beschreibung vom „treiben lassen“ weckt ebenso Sehensüchte 🙂
    Ich hab die Abwechslung zwischen ruhigen und „aufregenden“ Städten ganz gern.

    Liebe Grüße,

    Giulie
    http://onyvanow.blogspot.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.