12 Jahre voller Schule

Noch ein Tag und dann soll alles vorbei sein, nach 12 Jahren Schule?

12 Jahre voller nicht gemachter Hausaufgaben, Panik vor Prüfung und verzweifeln an Aufgaben.

12 Jahre voller kaputter Tische und Stühle, unangenehm riechender Mitschüler und inkompetenter Lehrer

Aber es sind auch 12 Jahre voller großer und kleiner Pausen, voller Momenten in denen Schule auch mal Spaß gemacht hat und vorallem 12 Jahre in denen man seine Freunde jeden Tag gesehen hat.

Es gab Höhen und Tiefen, aber insgesamt war es eine recht gerade Linie. Ich kann noch immer keine Steuererklärung schreiben, habe Zweifel wie ich jemals alleine überleben soll und Spanisch kann ich noch immer nicht sprechen. Aber Hey! Ich kann Aufleiten, Integrale bilden und falls ich mal ein radioaktives Isotop im Garten finde, kann ich mir ausrechnen wie lange es braucht bis es zerfallen ist. Dazu habe ich das Bulimielernen perfektioniert, kann dir einen Plan aufstellen, wie du dich melden solltest um eine 1 zu bekommen ohne wirklich was zu wissen und ich könnte ein ganzes Buch über verschiedene Arten zu Spicken schreiben.

Die Schulzeit ist schon eine interessante Zeit und man könnte tatsächlich eine ganze Menge unnützes und nützes, aber vorallem unnützes Wissen ansammeln, wenn, ja wenn man nicht so vergesslich und unmotiviert wäre. Versteht mich nicht falsch, ich kann dir die PCR-Methode erklären, dir sagen, dass es 1410 eine Schlacht bei Tannenberg gab und dass die Ableitung von e² = e² ist, aber das wirklichlich interessante und nützliche wie Spanisch kann ich nicht mehr. Warum? Weil es niemanden interessiert ob du es kannst oder nicht und können willst oder nicht, du erbringst auf Biegen und Brechen eine Leistung( oft bedingt durch Bulimielernen) und wirst immer weiter mitgeschleift im Stoff, ob du es kannst oder nicht. Blöd ist nur, wenn du wirklich was lernen willst, der Stoff dir aber zu hoch ist und es keine Bremse oder Rückwerksgang gibt.

Aber genug des Schlechten, es gab auch echt gute Sachen. Klassenfahrten zum Beispiel. Ich meine, wann wird man jemals wieder die Gelegenheit bekommen in den Urlaub mit seinen Freunden zu fahren und alles von seinen Eltern finanziert zu bekommen? Außerdem lernst du dort die meisten deiner Freunde kennen, kannst sie jeden Tag sehen und so viel Quatsch machen wie sonst nie. Du kannst einfach nach Hause gehen, wenn du keine Lust mehr hast. Okay, du solltest es nicht übertreiben, aber mit einem Plan dahinter schaffst du es dich zu drücken ohne Fehltage auf dem Zeugnis zu haben. Und wann bitte hat man so viele Ferien? Im Nachhinein hatte ich kaum mehr als 2 Monate Schule an einem Stück. Und 6 Wochen Sommerferien? Beste Zeit des Lebens!

Insgesamt war die Schulzeit schon schön und positiv, nur sollte echt mal jemand das ganze Schulsystem und die Lehrpläne überarbeiten, vielleicht würden dann auch selbstständige Individuum ihren Abschluss machen und nicht ein Produkt, was 2 Jahre später schon wieder fast alles vergessen hat.

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Wie war eure Schulzeit, bzw wie empfindet ihr sie, wenn ihr gerade noch in der Schule seid? Habt ihr dieselben Erfahrungen gemacht wie ich oder doch noch ganz andere?

15 Gedanken zu „12 Jahre voller Schule

  1. Wie toll!! Na endlich! Ganz ehrlich? Auch wenn das immer alle sagen: So viel Zeit wie zu Schulzeiten hat man nie wieder. Nicht im Studium, nicht im Beruf, NIE wieder. Aber sowas von egal. Ganz ehrlich! Ich trauere meiner Schulzeit kein bisschen nach. Ich musste mich einfach auch NIE NIE wieder mit lateinsicher Grammatik oder Kunvendiskussionen beschäftigen. Ich habe studiert was mir wirklich liegt und jetzt wache ich jeden Morgen gut gelaunt auf und freue mich auf meinen Arbeitstag. Karriere funktioniert nicht ohne Einsatz und deshalb hat mein Arbeitstag fast nie weniger als 10 Stunden + Haushalt + Blog + Hund… Aber man tut was man liebt und das ist verdammt viel wert. Alles gute für deinen Weg! Lizzi

    1. Ich glaube auch, dass man nie mehr so viel Zeit hat, wie in der Schule, wenn man nur Schule macht. Aber wenn man nebenbei noch arbeiten geht und fürs Abi lernen muss, hat man auch keinen Tag frei und kommt zu nichts, deswegen freue ich mich aufs Arbeiten, das macht mir Spaß und ich habe mal einen oder vllt. sogar 2 Tage frei in der Woche 🙂 Und schön dass du morgens gut gelaunt aufwachen kannst!

  2. Ohhh ja der letzte Schultag! Das war ne Zeit 😀 Oh je jetzt komm ich mir so unglaublich alt vor 😀 Ich muss sagen die Schulzeit war toll, aber danach wurde es noch viel besser! 😉

    Liebst, Sarah von Belle Mélange
    belle-melange.com

  3. 12 Jahre ist schon eine lange zeit….
    Selber war ich 11 Jahre in einer Schule und hatte dann einfach keine Lust mehr auf das ganze Lernen. Ich wollte mich weiter entwickeln und hatte für mich entschieden, dass ich mich mit meinem Regelschulabschluss zufrieden gebe und arbeite. Allerdings sitzt man durch die Lehre ja auch wieder drin, sodass es am Ende 13 Jahre Schule ist. *Meine Lehre ging nur 2 Jahre* und bin Froh, dass ich heute Arbeiten kann.

    Alles liebe

  4. Haha, ja das stimmt wohl, vieles braucht man nicht unbedingt zu wissen… aber aus Lehrerseite kann ich dir sagen, das sind leider die Erfordernisse der Wirtschaft, die an die Schule gestellt werden, und die UNis beschweren sich ständig, das sei nicht genug o.O
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

  5. Meine Schulzeit habe ich grundlegend von Anfang bis Ende als schlecht empfunden. Erst als es vorbei war, habe ich wirklich begriffen, wie wundervoll das alles war. Alles, was du aufgezählt hast, spricht mir so sehr aus der Seele und ich danke dir für diesen Beitrag, denn ich verfalle gerade in eine süße Nostalgie 😀
    Viele liebe Grüße!

  6. Ich weiß noch genau welches komische Gefühl ich damals hatte, als ich die Schule verlassen habe. Ich wünsche mir diese Zeit öfters mal zurück. Allerdings will ich die Selbstständigkeit auch nicht missen.

    1. Aus meiner jetzigen Sicht kann ich dir davon abraten, genieße es momentan voll selbstständig zu entscheiden was ich wann und wie lerne

  7. Ich muss sagen, dass ich der Schulzeit oft nach trauere.
    Was daran liegt, dass ich viel weniger Zeit habe als früher.
    Oft muss ich auch Samstags arbeiten (eigentlich so gut wie immer)
    Aber ich bin auch froh, dass ich mich nicht mehr mit Dingen rumschlagen muss, die mir nur Kopfweh bereitet haben.
    Zudem verdiene ich jetzt auch Geld und kann mich intensiv um meine Ziele kümmern.
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

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